Journal: Eintrag 02.

Hier wieder einmal ein kleines Update, was euer Docteur so treibt  – so ist zum Beispiel zu meiner grossen Freude die erste CD meines Projekts BLACK MANNA mit meinem hochgeschätzten Kollegen David Pfister zusammen erschienen; die bisherigen Kritiken sind durchwegs positiv gehalten, was mich sehr erleichtert.

Bei der Live-Präsentation von “Radio Manna” im Rahmen des /slash-Festivals kann ich leider aufgrund einer Erkrankung meines linken Ohrs nicht dabei sein, weiss aber dass meine Mitstreiter David und Katharina für eine unvergessliche Performance sorgen werden.

Radio Manna” kann man übrigens ab sofort auf der Homepage unseres Labels Klanggalerie bestellen.

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Das Buchprojekt “Reise nach Obskuristan” liegt aus verschiedenen Gründen (hauptsächlich ist es die fehlende Zeit für so ein großes Projekt) für unbestimmte Zeit auf Eis. Nach einem sehr konstruktiven Gespräch mit dem Verleger habe ich mich allerdings entschieden, in anderer Weise mit der Edition Gwydion zusammenzuarbeiten. Welcher Art das neue Buchprojekt dort sein wird, darf und will ich an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

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Ausserdem habe ich mich nun endlich dazu durchgerungen, meine verwaisten Blogprojekte von früher zu löschen, oder als Archiv weiterzuführen, damit meine Leser, die mir ihre Verwirrung bezüglich meiner journalistischen Aktivitäten gestanden haben, nun wieder klarer erkennen können, woran ich gerade “dran bin”. Weiter aktiv betrieben wird natürlich mein Horrorblog “Blut und Beuschel” zusammen mit La Comtesse Noire, neu dazugekomen ist das “Amok-Journal” , welches sich meinen Bizarro Fiction-vorlieben, New Weird und anderen exotischen literarischen Genres widmet.

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Weiters geplant ist eine Zusammenarbeit mit meinem Lieblingskünstler Jörg Vogeltanz (da werde ich zu einer Animation wieder mal meine Musiksoftware auspacken) und hier nochmal der Hinweis auf die von mir als Herausgeber betreute Anthologie “Horror-Legionen” im Amrûn-Verlag, die man als Taschenbuch hier und als Ebook hier erwerben kann.

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Mit vorzüglicher Hochachtung,

euer Dr. Nachtstrom.

“Reise nach Obskuristan” – Das Buchprojekt.

Vor einiger Zeit habe ich endlich begonnen, mein lang geplantes Buch zu schreiben – basierend auf den jahrelangen Erfahrungen als Host von Obskuristan, mein erfolgreichstes Blog-Projekt (336.000 Zugriffe bis dato). Leider ist es mir nie gelungen, daraus irgendeine Art von bezahlter Beschäftigung zu machen, aber sei’s drum.

Das Buch jedenfalls geht von der unter meinen Lesern eh schon von mir bekannten Prämisse aus, die ebenso banal wie epochal ist: Ich habe Angst vor dem Sterben. Der Tod, der grosse Auslöscher, Gleichmacher, Zerstampfer, der alles, was ich mir in meinem Leben mühsam aufgebaut, erworben habe, binnen einer Sekunde auslöscht.

Gibt es einen Fortbestand der Seele nach dem Tod? Das war die Frage, die ich schon in “Die Wahrheit über Totenfunk” gestellt habe. Leider gibt es auf diese wichtigste Frage unseres Lebens bis dato kaum eine gesicherte Antwort – bloß Vermutungen und jede Menge Versprechungen von religiöser und esoterischer Seite, die im Endeffekt genausogut Märchen sein könnten; aber bekommt die Prinzessin am Ende tatsächlich ihren Prinzen und sie leben glücklich bis in alle Zeit? Dafür gibt es im wirklichen Leben keine Garantie.

Was es aber gibt, ist die Sinnsuche, mit der kann man sich wenigstens schön die Zeit vertreiben. Und genau diese rastlose, immerwährende metaphysische Sehnsucht treibt mich an, in einem Selbstversuch alles auszuprobieren, was mir möglicherweise einen Einblick in eine “höhere” Realität gewähren könnte: Astrologie, alle Arten von Divination, Kontaktaufnahme mit dem “Jenseits” durch Medien und mittels technischer Hilfsmittel (“Tonbandstimmen” etc). Ich werde an magischen Ritualen teilnehmen, versuchen, eine “satanische Messe” zu besuchen (man soll ja nicht wählerisch sein) und danach zur Beichte gehen. Natürlich werde ich mich auf meinem Weg auch mit Skeptikern und Atheisten unterhalten.

Und all diese Erfahrungen werde ich in eine Reportage verpacken, die noch dieses oder vielleicht Anfang nächsten Jahres bei der sich gerade in Gründung befindlichen Edition Gwydion erscheinen wird.

Journal: Eintrag 01.

Dabei wollte ich ja nicht mehr bloggen. Weil nämlich, ein Freund hat zu mir gesagt, bloggen sei wie onanieren (im Geiste habe ich ergänzt: ein Buch zu schreiben muß dann so sein, als ob die Kundalini durch die Kopfdecke rast, ein unfassbar langer und wilder Orgasmus) aber vergessen habe ich dabei schon auch, daß man sich beim Prozess des Bücherschreibens auch nicht ständig geil fühlt (um diese proletoiden Sex-Vergleiche damit jetzt mal ausgekostet zu haben).

Aber: Der Docteur ist ja auch gar kein Blog, höchstens vielleicht ein Meta-Blog oder eine Zusammenführung all dieses mehr oder weniger inspirierenden Zeugs, daß sich in den letzten Jahren zusammengehäuft hat hier. Ich kann mich nie entscheiden, bin ich nun Musiker? Journalist? Autor? Moderator? Irgendwie eben alles zusammen und auch irgendwie nichts davon. Deswegen auch der kunterbunte Haufen hier am Docteur, der dir ein wenig willkürlich erscheinen mag. Aber ich erkläre da eh immer was dazu.

So schreibe ich jetzt also an einem Buch und fülle den Docteur mit Texten, Videos, Musikstücken, Mixtapes und anderem Material aus meinen inzwischen sechs (ächz) verschiedenen Blogs. Wohl bekomms.

goodz

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Die blaue Blume.

Vor wenigen Tagen waren Bernhard Reicher und ich zu Gast bei Tarek Al-Ubaidi im Rahmen eines CROPfm-Specials zur 300. Sendung. Damit man weiß, worum es ging, hier nochmal der Ankünder:

Das zentrale Element der Romantik, die blaue Blume, symbolisiert das Streben des Menschen, das Unendliche, Metaphysische zu begreifen. Im Prinzip eine laute Sehnsucht, die Menschen schon oft an den Rand der Verzweiflung getrieben hat – im Versuch, das Unfassbare fassbar zu machen. In der Moderne tauchen immer neue Metaphern auf und New Age machte schließlich neuzeitliche Offenbarungen a la Urantia oder Durchsagen der Galaktischen Föderation salonfähig und ersetzte so für viele traditionelle Religionen und Glaubenssysteme.

Bild von Matthias Toepfer www.bilderdaemmerung.de

Bild von Matthias Toepfer http://www.bilderdaemmerung.de

Walter Brantner alias Dr. Nachtstrom und Bernhard Reicher sind Livegäste der 300. Ausgabe von CROPfm, um in gewohnt gemütlicher Atmosphäre über “ET”, der sehr, sehr bald kommt (?), zeitgenössische Mythologien und deren Geschichte, die ewige Frage nach dem Wesen des Bewusstseins und ganz allgemein die Welt jenseits des Regenbogens zu parlieren. Eine Reise von Turing, über Heaven’s Gate bis Obskuristan und darüber hinaus…

War eine spannende Sendung – machhören kann man das hier.

Literarische Phantasmagorien und das Heraufbeschwören der Geister.

Literarische Phantasmagorien und das Heraufbeschwören der Geister – Ein Briefwechsel zwischen Dr. Nachtstrom und Melchior v.·. Wahnstein über den Werdegang des Occult Detective” – Ein etwas langer Titel für einen Magazinartikel, zugegeben; für den hab ich mich aber auch wirklich angestrengt. Zusammen mit meinem Lieblingsmagier habe ich mich in die historische Literatur von Detektiven vergraben, die das “Übernatürliche” erforschen. Geschrieben haben wir das Ganze in Briefform, damit es noch mehr vintage wirkt.

Gibt es hier zu lesen.